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Vier Monate zwischen Milch und Kaffee- eine Zwischenbilanz als Mama

Babyboy ist seit einigen Tagen vier Monate alt. Ein viertel Jahr, 16 Wochen, 112 Tage, 2688 Stunden Mama. Und immer wieder die gleiche Frage: Na, wie ist es? Puh.

Wo soll ich anfangen?


Mama sein ist etwas Wunderschönes, Vervollständigendes aber ein Full-Time-Job. Auf Abruf bereit stehen. Jederzeit. Anstrengend. Die ersten Tage mit unserem Baby waren etwas zutiefst Befriedigendes für mich. Wir hatten zwar über Tage hinweg keinen Schlaf aber was soll´s? Endlich konnte ich unser kleines Wunder nach fast 42 Wochen des Wartens in den Armen halten und das nach so vielen Stunden voller Anstrengung und Schmerz. Puh.

Selbstverständlich waren wir in den ersten beiden Wochen nur damit beschäftigt, diese ungeschickten, ziellosen Bewegungen uns

eres Babys zu beobachten und unsere Herzen daran zu erfreuen. So soll das auch sein! Puh.

Irgendwann kommt dann der Tag, da schlaucht es. Drei bis vier Mal in der Nacht aufstehen, stillen, übermüdet in den Tag starten, Kind bespaßen und gefühlte sieben Stunden am Tag spazieren gehen. Puh.

Und dann kommt der Tag, an dem unser Baby uns erkannt hat, auf unsere Stimmen und Gesichter reagiert hat, an dem das erste selige Lächeln auf seinem Gesicht erschien. Und das haut dann um! Komplett. Puh.

Viele, insbesondere junge Mütter, sind vor Ratschlägen und Besserwissern nicht gefeit. Sei es in der Straßenbahn, an der Supermarktkasse oder an der Tür mit dem Postboten. Und hier kommt eine der größten und ersten Aufgaben als Mama ins Spiel:
Ich musste lernen, eigene Entscheidungen zu treffen. Für mich und für unser Baby. Ich musste Stand halten, Gegenargumente liefern, auf den Tisch hauen und Ansagen machen. Und ich musste auf Durchzug schalten, müde Lächeln und mich der ein oder anderen Situation entziehen. Puh.

Unser Baby lehrt uns jeden Tag, flexibel zu bleiben, spontan zu sein und auf Abruf parat zu stehen. Manchmal nur, um zusammen einen kleinen Hügel zu überqueren und manchmal um ganze Gebirge zu verschieben. Jetzt sofort, ohne Aufschub. Puh.

Und dann vermisse ich manchmal diese Freiheit von früher. Einfach mit meinem Mann um die Häuser zu ziehen und sich treiben lassen. Nicht zu wissen, wo die Abende enden und wann. Aber ich liebe es, Mama zu sein. Puh.

Die wohl schönste Seite: Ich bin niemals allein. Die wohl anstrengendste Seite: Ich bin niemals allein. Puh.

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